Bei einem Kennenlerntreffen mit einer Ehrenamtlichen vor einigen Tagen stellte sie mir eine Frage: „Hattest du schonmal eine richtige Gottesbegegnung? Einen Moment, in dem du gespürt hast, dass er da ist?“ Die Frage fand ich großartig. Das Gespräch, das sich daraufhin entwickelt hat, war unerwartet tief und lebendig für ein erstes Kennenlernen. Sie hat mich im Nachhinein noch sehr bewegt. Und meine Augen für den Alltag geöffnet: Wo begegnet mir Gott, wo ich es vielleicht erst im Rückblick merke oder sogar zu beschäftigt bin, um es wahrzunehmen?
Ich habe diese Frage dann mit in ein anderes Kennenlerngespräch genommen – ich war sehr gespannt, wie die Frage aufgenommen wird, da die Frage ja durchaus schon auch sehr persönlich ist. Aber auch diesmal entwickelte sich ein berührend tiefes Gespräch über Sehnsucht, Zweifel und gute Zeiten. Und auch in ein drittes Gespräch habe ich diesen Gedanken mitgenommen. Auch hier entwickelte sich das Gespräch begeistert und tief: Wie kann man Gott überhaupt erleben? Ist es immer das Spüren einer größeren Gegenwart? Wodurch begegnet dir Gott?
Hier ein paar wichtige Dinge, die ich mir aus meinen Gesprächen mitgenommen habe:
- Gott zu spüren ist seltener, als man denken könnte, wenn man die großen Glaubenszeugnisse anderer liest.
- Gott redet zu uns über die Kanäle, über die er uns erreichen kann – nicht alle erleben Gott gleich. Für manche ist es die Predigt, für andere die Musik, wieder andere erleben Gott in Gemeinschaft oder allein. Manche begegnen ihm im Abendmahl, in der Natur, in der Bibel.
- Gott nicht zu erleben kann schmerzhaft sein.
- Gott möchte uns begegnen.
Und die Apostelkirche möchte Möglichkeiten und Rahmen schaffen, um Gott zu begegnen. So wie es in unserer Vision heißt:
Gott erleben.
Und lieben.
Alle.
Liebe Leser*innen, ich möchte Sie und Euch heute ermutigen, diese Frage mitzunehmen. Haltet die Augen offen. Und fragt nach - Eure Partner:in, Kinder, Freund:innen oder Menschen, mit denen ihr sonst vielleicht nicht über diese Frage sprecht. Die Gespräche, die sich daraus ergeben, werden Euch überraschen. Nehmt diese Frage mit. Lasst sie Euch begleiten.
Liebe Grüße
Annabelle